Dekarbonisierung und Kreislaufwirtschaft

Bild mit einer CO2 Blase und darum sieben Symbolen wie Elektromobilität, Windenergie, Nachwachsende Rohstoffe, globales Kreislaufsystem, Industrie, Erneuerbare Energien (Solar) und Recycling

Erneuerbare Energien und Kreislaufwirtschaft
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Wie wirkt sich der Ausbau erneuerbarer Energien und die Kreislaufwirtschaft auf Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit und in Bildungseinrichtungen aus?

Ausbau von erneuerbaren Energien

Die zur Begrenzung des Klimawandels weltweit dringend notwendige Dekarbonisierung geht mit massiven Transformationsprozessen einher, die auch die Sicherheit und Gesundheit vieler Menschen beeinflussen. Aktuell im Fokus stehen die Energie-, Wärme- und Verkehrswende. Dazu müssen Übertragungsnetze, Verteil-, Fernwärme- und Gasnetze sowie die Ladesäuleninfrastruktur ausgebaut oder entsprechend angepasst werden. Unter anderem haben viele Anlagen das Ende ihrer Lebensdauer erreicht. Windenergie-, Photovoltaik- und Solarthermieanlagen sowie Wärmepumpen werden installiert, gewartet oder auch ausgetauscht. Außerdem soll die Nutzung von (grünem) Wasserstoff und von Elektromobilität verstärkt werden.

Verschiebung von Tätigkeiten und Risiken

Innovationen treiben die Dekarbonisierung voran und können für betroffene Beschäftigte zu gänzlich neuen Berufen, Tätigkeiten und Aufgaben führen, deren Risiken und Gefährdungen antizipiert, erforscht und beurteilt werden müssen. Auch verschieben sich bekannte Risiken und Gefährdungen durch die grüne Transformation in andere Branchen, wodurch ein Wissenstransfer hinsichtlich sicherer und gesunder Arbeit zwischen den betroffenen Branchen umso wichtiger wird. Der Zeitdruck und der vorhandene Fachkräftemangel in vielen betroffenen Branchen bergen die Gefahr von Arbeitsverdichtung, Überforderung und auch Resignation. In vielen Bereichen ist jedoch bereits Wissen vorhanden, dass auch für neue Berufszweige genutzt werden kann.

Chancen nutzen und Arbeitsschutz gestalten

Im dynamischen und innovationsgetriebenen Bereich der Dekarbonisierung braucht es gezielte Kooperationen und Partnerschaften mit den Fachleuten aus Industrie und Wissenschaft, die Technologien für Dekarbonisierungen voranbringen, um Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit schon bei der Entstehung neuer Technologien und Industrien zu etablieren.

Zudem benötigt eine erfolgreiche Dekarbonisierung materielle Ressourcen, insbesondere Lithium. Um die Versorgung mit diesen knappen Ressourcen und ein global verantwortliches Handeln zu sichern, bedarf es des Aufbaus einer europäischen Recyclinginfrastruktur für Elektrobatterien und Elektroschrott, aber auch für Rotorblätter von Windenergieanlagen. Dadurch entstünde auch in Deutschland eine neue zukunftsgerichtete Industrie, deren Risiken und Gefährdungen ebenfalls antizipiert, erforscht und beurteilt werden müssen und dem Arbeitsschutz die Chance bietet, ihre Entstehung von Beginn an mitzugestalten.


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